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Doogee BL12000 Smartphone Test: Akku mit 12.000 mAh?

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7.9

Das Doogee BL12000 will uns mit einem 12.000 mAh starken Akku sowie einem Display mit 6 Zoll in FHD+ und insgesamt vier Kameras überzeugen. Dafür soll der Käufer des knapp 170 Euro teuren Smartphones aber ein Gewicht von rund 300 Gramm in Kauf nehmen. Ausdauer hat eben ihren Preis, oder?

Doogee BL12000: Klobiges Design in Schwarz oder Blau

Das Doogee BL12000 ist ein echter Brocken. Es ist unhandlich und mit 300 Gramm auch super schwer. Da fallen die üppigen Abmessungen von 162 x 75 x 14 mm schon gar nicht mehr ins Gewicht, es ist halt ein XXXL-Modell. Aber dafür verspricht uns der Hersteller auch einen 12.000 mAh starken Akku.

Doogee_BL12000_22Die stark fingerabdruck-affine Rückseite (entweder in Schwarz oder Blau) könnte optisch aus Glas bestehen, ist tatsächlich aber nur aus einem dünnem Kunststoff gefertigt. Ab Werk ist sie – wie das Display auch – mit einer Folie geschützt. So bemerkt man den Unterschied zunächst einmal gar nicht. Auf der Rückseite findet man neben der “Dual-Kamera” mit angeblich 16 und 13 Megapixel dann auch den runden Fingerabdrucksensor. Das Gerät selber lässt sich aber auch per Gesichtserkennung (Face unlock) entsperren, aber dazu später mehr.

Der Rahmen (Bezel) rund um das 6 Zoll große Display im 18:9-Format ist locker 3 mm dick und sehr gut sichtbar. Die Ecken der Displayanzeige selber sind dafür abgerundet. Im super dicken Rahmen aus Metall findet man auf der rechten Seite den Ein-/Ausschalter sowie den Taster für die Lautstärke und auf der linken Seite einen Einschub für (zwei) nanoSIM-Karten oder eine nanoSIM und eine MicroSD-Karte bis 256 GByte.

Doogee_BL12000_15Die Oberseite ziert eine 3.5mm-Buchse für Kopfhörer, während man auf der Unterseite zahlreiche Bohrungen für das Mikrofon und einen Lautsprecher erkenne kann. Optisch könnten es sogar zwei sein. Hier findet man auch den mittlerweile eher altertümlichen microUSB-Anschluss.

Doogee_BL12000_9 Zum Lieferumfang gehört neben dem Smartphone noch eine sehr dünne, transparente TPU-Schutzhülle mit Schutzkappen für die beiden Anschlüsse, ein microUSB-Hostadapter,  das Ladegerät (12V/3A), ein Lade-/Datenkabel sowie eine kleine Anleitung und Schutzfolien. Kopfhörer findet man zwar keine, dafür aber einen “Pommespickser “für den SIM-Einschub.

Doogee BL12000: Display in 18:9 mit FHD+

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Abgesehen von immer noch gut sichtbaren Rändern ist das Display mit seinen 6 Zoll und 1.080 x 2.160 Pixel gar nicht so schlecht. Das IPS-Panel ist in der Regel auch hell genug, die Farbwiedergabe sogar ziemlich kräftig, fast wie bei einem AMOLED. Der Schwarzwert bzw Kontrast ist aber deutlich schwächer ausgefallen. Insgesamt geht die Darstellung in dieser Preisklasse aber voll in Ordnung. Wer mag, kann über die für MediaTek-Geräte typische Optimierung namens “MiraVision” Farben und Kontraste leicht anpassen. Geräte wie beispielsweise das ähnlich teure Wiko View bieten hier nur eine HD-Auflösung. Eine Benachrichtigungs-LED für entgangene Nachrichten oder Anrufe hat das BL12000 leider nicht vorzuweisen.

Performance & Ausdauer: Wo sind die 12.000 mAh?

Der im Doogee BL12000 eingesetzte Prozessor vom Typ Helio P10 (MT6755) aus dem Hause MediaTek taktet seine 8 Kerne mit bis zu 1.5 GHz und erreicht im aktuellen AnTuTu-Benchmark 42.408 Punkte. Der Geekbench 4 kommt dabei auf nur 633 Zähler im Single-Core und 2.634 Punkt im Multi- Core.  Insgesamt ist die Performance messbar schlechter als beim Helio P20/P23/P25. Das vorinstallierte Android 7.0 lief zudem nur mit messbare Verzögerungen.  Am 4 GByte großen RAM liegt das aber nicht.Die Software scheint da noch Optimierungsbedarf zu haben.

Der fest eingebaute Akku des Doogee BL12000 soll – wie der Name es suggeriert – 12.000 mAh leisten. Im Dauereinsatz ist die Kraftzelle nach rund 13 Stunden am Ende. Eigentlich eine super Leistung. Allerdings passt der Wert – aufgrund der – schlechteren Performance des SoC und des dunkleren Displays beim BL12000 nicht mit der Laufzeit beim Oukitel K6 (6.300 mAh) zusammen.

Doogee_BL12000_7Der Blick ins das Gehäuse (Rückseite vorsichtig öffnen) bringt es dann zutage: Das Doogee BL12000 bietet – wie das Oukitel K10000 Pro – nur zwei Kraftzellen a 5.000 mAh (3,8V und 19Wh) = 10.182 mAh.

Doogee_BL12000_10000 (2)Das ist dann doch deutlich weniger als die versprochene Leistung und den Antrag auf Eintragung in das Guinness -Book kann man wohl getrost als Märchen abtun.

Offizielle Stellungnahme von Doogee zum Thema:
“Die ersten Geräten sind angeblich mit einer falschen Konfiguration ausgeliefert worden und werden zurückgerufen …”

Die Aufladung des Akkus dauert dank “Quick Charge” und dem mitgelieferten Ladegerät mit seinen 12V/3A knapp 180 Minuten. Mit dem beigefügten Hostadapter kann man übrigens auch andere Smartphones oder Tablets aufladen. Dann dient das BL12000 sozusagen als (sehr schwere) Powerbank.

Android 7.0: Eher von gestern

Das Doogee BL12000 nutzt ein nahezu unverändertes Android 7.0 (Firmware vom 24.08.17). Die Sicherheitspatches sind vom 05. November 2017. Der Hersteller setzt auch optisch auf einen einfachen Launcher mit transparentem Hintergrund. Eventuell noch fehlenden (Google)-Apps kann man sich so leicht über den bereits vorinstallierten Google Play Store nachinstallieren. Bloatware findet man hier keine, dem Nutzer stehen nur die für den Betrieb unbedingt notwendigen Apps zur Verfügung. Allerdings leidet das Doogee BL12000- wie fast alle “günstigen” Smartphones aus China – unter der potentiellen FOTA/ADUPS Spyware. Zumindest dann, wenn man speziellen Malware-Scannern trauen kann. Normale Virenscanner haben hier nämlich nichts auszusetzen gehabt.

Leider ist die Softkeyleiste am unteren Bildschirm nur SEHR schwer erkennbar. Die Icons sind in Weiß gehalten und setzen sich so kaum vom ebenfalls sehr hellen Hintergrund ab. Die Bedienung gerät damit oft zur Glückssache. Da nützt mir auch nicht die Tatsache, dass ich die Reihenfolge der Icons (Taskmanager, Home, Rückschritt) abändern kann.

Quad-Kamera: 16 MP & 13 Megapixel/16 MP Megapixel

Doogee_BL12000_4Das Doogee BL12000 bietet auf der Rückseite eine Dual-Kamera mit 16 und 13 Megapixel. Zumindest auf dem “Papier”. Die kleinere Linse soll dabei – wie so oft – für den Bokeh-Effekt sowie eine Art Zoom Android7_BL12000_20(sind nur Ausschnittsvergrößerungen) zuständig sein. Zudem soll einer der beiden Sensoren reine Schwarz-Weiß-Aufnahme ermöglichen.

Soviel also zur berühmten Theorie, denn praktisch gelingen nur selten vernünftige Bilder. Die Blende ist einfach zu klein, der 16-Megapixel-Sensor (Omnivision 16880) zu schwach. Der zweite Sensor mit tatsächlich nur 0,3 Megapixel (GalaxyCore gc0310) funktionierte in der Praxis gar nicht. Zumindest konnte ich ihn zuhalten und bemerkte keinerlei Unterschiede in der Qualität der Bilder. Sowohl die Aufnahme in Schwarz-Weiß als auch der recht schwache und künstlich wirkende Bokeh-Effekt mit seinem kreisrunden Ausschnitt werden per Software generiert.

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Die beiden Frontkameras (16/8 Megapixel vom Typ Omnivision ov16880 & ov8856) taugen ebenfalls kaum für vernünftige Selfies. Immerhin steht aber eine Art Weitwinkel zur Verfügung.  Das Face Unlock (gibt es bereits seit Android 5.0) – also die Entsperrung per Gesicht – klappte mit einiger Verzögerung (eine gute Sekunde und mehr)!

Konnektivität: LTE, Dual-SIM und 12.000 mAh

Natürlich bietet das Doogee BL12000 eine LTE Abdeckung in allen in Deutschland verfügbaren Bändern, also auch im LTE Band 20. Im Test konnte ich allerdings selten mehr als rund 30 mbit/s im Download erzielen. VoLTE (HD) wird nicht angeboten, insgesamt ging die Gesprächsqualität soweit in Ordnung. Die Sende- und Empfangsleistung war ebenfalls unauffällig. Der Empfang im WLAN (2.4/5GHz) war sogar ordentlich, aber nicht sonderlich schnell (60mbit/s).

Der eingebaute GPS-Empfänger des Smartphones gab ebenfalls keinen Anlass zur Klage. Der erste Safix geht NUR bei eingelegter SIM-Karte sehr schnell. Ohne SIM dauert es deutlich länger. Die Abweichung lag zwischen 3 und 7 Metern. Neben GPS stehen auch zahlreiche weitere Sensoren (Beschleunigungs-, Näherungs-, Helligkeits-, Magnetfeldsensor, Gyroskop) zur Verfügung. Fans von Pokèmon Go kommen also auch hier – nicht nur wegen des Akkus – auf ihre Kosten.

Der Fingerabdrucksensor des Doogee BL12000 auf der Rückseite unterscheidet bis zu fünf Finger, reagierte mit einer minimalen Verzögerung und war in etwa 8 von 10 Versuchen auch erfolgreich. Der per microSD erweiterbare Speicher beträgt nur 32 GByte, davon standen rund 24 GByte zur freien Verfügung.

Fazit: Powerbank mit Telefonfunktion

Das Doogee BL12000 kostet als Import rund 170 Euro. Lassen wir mal an dieser Stelle die zusätzlich anfallende EUSt. (19%) sowie die Garantieabwicklung unberücksichtigt, dann finden wir ein sehr, sehr schweres Smartphone mit einer Akkukapazität von 10.000 mAh und einer hohen Ausdauer vor. Versprochen hat der Hersteller aber 12.000 mAh und die Abweichung ist dann schon dreist! Die Frage ist: kann das gute Display, die ordentliche Verarbeitung und das veraltete Android 7.0 mit Problemen in der Performance darüber hinweghelfen? Die beiden Dual-Kameras können ihren Erwartungen nämlich ebenfalls nicht gerecht werden. Denn auch hier findet man nicht die angegebenen Werte. Am Ende bleibt also eine Powerbank mit Telefonfunktion.

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Doogee Mix 2 im Test: 6-Zoll-Display und viel Glas

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8.5

Mit der Namensgebung verfolgt der hierzulande weniger bekannte Hersteller Doogee einen bestimmten Zweck. Das Mix 2 soll nämlich an den Erfolg des Xiaomi MI Mix 2 anknüpfen. Dazu bietet es ein 6 Zoll großes IPS-Display mit FHD+, ein SoC vom Typ MediaTek Helio P25, 6 GByte RAM und 64 GByte Speicher. Alles hübsch verpackt in ein Gehäuse aus Glas und Metall und mit einem Preisschild von rund 220 Euro (Import) versehen. Lohnt sich die Anschaffung?

Doogee Mix 2 Design: Glas, Metall und hohes Gewicht

Starten wir mit einem kleinen Nachteil: das hohe Gewicht. Mit 220,5 Gramm ist es sicher kein Leichtgewicht und beult die Hosentasche schon ordentlich aus. Die Abmessungen von 159 x 74 x 9.6 mm an der dicksten Stelle (Kamerabuckel) ist es auch nicht gerade klein, unterscheidet sich aber kaum von meinem Huawei Mate 10 Pro.

Doogee_Mix_2_23Die Rückseite besteht aus Glas und zieht so Fingerabdrücke nahezu magisch an. Vorder- und Rückseite werden vom Hersteller bereits durch Folien geschützt. Im Lieferumfang  befinden sich Ersatzfolien sowie eine Schutzhülle, sehr löblich! Die Kanten des Displays sind übrigens leicht abgrundet, daher sind die Schutzfolien auch einen Tick kleiner ausgefallen. Die Rückseite selbst wird von zwei Kameralinsen sowie einem Fingerabdrucksensor und dem Doogee-Schriftzug in Beschlag genommen. Neben der Kamera befindet sich noch eine Dual-LED. Auch die Kanten der Rückseite wurde etwas abgerundet, so liegt das Smartphone “weicher” in der hand.

Die Verarbeitung ist robust, der hohe Anteil an Glasflächen trägt aber sicher nicht zu einer längeren Lebensdauer bei. Der Rahmen selbst ist dabei aus Metall gefertigt und matt lackiert. Die Bedienung  erfolgt über den Touchscreen mit seinen Softkeys, den beiden Lautstärketasten auf der rechten Seite und den darunter liegenden Ein-/Ausschalter. Auf der Unterseite findet man ein Mikrofon, den Lautsprecher sowie einen USB-Typ-C-Anschluss (USB 2.0). Die Oberseite ziert ein Einschub für zwei nano-SIM-Karten oder eine nano-SIM und eine MicroSD. Eine Kopfhörerbuchse findet man nicht leider mehr, hierfür benötigt man den mitgelieferten Adapter.

Doogee Mix 2: Display mit 6 Zoll

Doogee_Mix_2_20Das Doogee Mix 2 bietet ein 5,99″ großes Display mit 2.160 x 1.080 Pixel (FHD+) und kommt so auf 403 ppi. Auch wenn man Tester es partout nicht wahrhaben will, es handelt sich um ein schlichtes IPS-Panel, KEIN AMOLED. Schwarz tendiert daher eher in Richtung grau, die maximale Helligkeit geht hingegen in Ordnung. Das Display selber spiegelt recht stark, weist dafür aber recht schmale – trotzdem aber noch gut sichtbare – Ränder auf. Daran hat nicht zuletzt das 18:9 Seitenverhältnis “Schuld”. In den Einstellungen findet man unter dem Punkt “Miravision” ein paar Optimierungsmöglichkeiten, die das Bild aber minimal verbessern. Es handelt sich dennoch um ein wirklich feines Display!

Doogee Mix 2: Performance und Ausdauer

Das Doogee Mix 2 wird von einem MediaTek Helio P25 mit acht Kernen a maximal 2,5 GHz angetrieben. Der Grafikchip vom Typ Mali-T880, 6 GByte RAM und 64 GByte interner Speicher komplettieren das Paket. Der Helio P25 ist nicht der schnellste Prozessor seiner Art und klingt erst einmal nur auf dem Papier nach Highend. In der Praxis erzielte ich im aktuellen AnTuTu-Benchmark rund 60.200 Punkte. Im Geekbench 4 kam der SoC auf Zähler im 843 Single-Core und rund 3.908 im Multi-Core. Das sind – im Vergleich mit aktuellen Modellen mit Snapdragon 835 und Exynos 8895 – erst einmal eher geringe Zahlenwerte. Tatsächlich liefen mit dem Doogee Mix 2 getestete Spiele von Gameloft und Co aber absolut ruckelfrei. Auch die Benutzeroberfläche gab keinen Anlaß zur Klage. Sie ähnelt stark dem “Stock-Android”, nutzt aber einen eigenen Launcher und ein anderes Icondesign.

Der fest eingebaute Akku leistet (laut Hersteller und dem Power-Profil) 4.060 mAh. Im PCMark-Akkutest kam er auf einen ordentlichen Wert von 7 h und 12 Minuten (mittlere Helligkeit), übrigens ein ähnlicher Wert wie beim Vernee Mix 2. Einen Arbeitstag überlebt die Kraftzelle daher problemlos, eine längere Laufzeit bekommt man nur mit mehr Zurückhaltung hin. In meinem Videoreview des Doogee Mix 2 auf YouTube gehe ich auch auf den Akku ein:

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Die Aufladung über den PC dauert aber mehr als 3:30 Stunden, über das mitgelieferte Ladegerät (5V/2.000 mAh) ist man dann nach rund 2:10 fertig.

Kamera: Doogee Mix 2 mit VIER Kameras

Das Doogee Mix 2 wird mit insgesamt vier Kameras ausgeliefert. Die Dual-Kamera auf der Rückseite fällt dabei natürlich sofort ins Auge. Angeblich lösen die beiden Sensoren mit 16 Megapixeln und 13 Megapixeln auf. Der zweite Sensor ist dabei allerdings NUR für den – eher sinnlosen weil extrem miesen – Bokeh-Effekt zuständig. Zudem scheint er hardwaremässig auch gar nicht verbaut, eine entprechende Software gibt folgende Bestückung aus:

Omnivision ov16880mipiraw (16 Megapixel) – Rückseite
Galaxycore gc8024mipiraw (8 Megapixel) – Vorderseite
Omnivison ov8856mipiraw (8 Megapixel) – Vorderseite

Der zweite Sensor “sorgt” dabei NUR für den Bokeh-Effekt. Der besteht allerdings nur aus einer kreisrunden Maske, die den Hintergrund unscharf stellt. Er wirkt künstlich und deplaziert. Der Effekt funktioniert auch, wenn man die zweite Kamera abklebt, man bekommt zwar eine Fehlermeldung, mehr aber auch nicht. Die Leistung der Blende wird mit ƒ/2.0 angegeben. Tatsächlich handelt es sich aber um eine Blende ƒ/2.2.

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Die Aufnahmen wirken – bei ausreichend Licht – annehmbar, mehr aber auch nicht. Bei schlechteren Lichtverhältnisse leidet die Qualität sichtbar. Mit künstlichem Licht hat die Kamera zudem leichte Probleme beim Weißabgleich. Der Omnivision-Sensor ermöglicht übrigens auch keine echten Schwarz-Weiß-Aufnahmen, auch wenn die Kamera-App dies anbietet. Der zweifache “optische” Zoom der Kamera ist zudem nichts weiteres als ein digitaler Zoom. Dabei wird auch NICHT die Linse gewechselt, wie es bei den Kameras der teureren Konkurrenz der Fall ist.

Die Dual-Frontkamera löst beim Mix 2 mit 8 Megapixel (Blende ƒ/2.8) auf. Sie bietet ein Weitwinkelobjektiv mit einem Aufnahmewinkel von 130° für Gruppenselfies und ein normales Objektiv mit Gesichtsoptimierung (für Falten, Hautunreinheiten, etc.) sowie eine Gesichtserkennung, mit deren Hilfe man sein Smartphone auch entsperren kann.

Konnektivität: LTE und Gesichterkennung

Ähnlich wie das OnePlus 5T oder das iPhone X kann auch das Doogee Mix 2 das eingescannte Gesicht zu Erkennung des Trägers nutzen. Das ist zwar schon seit Android 5.0 der Fall, wurde aber in der Vergangenheit aus Sicherheitsgründen kaum genutzt. Die hier verwendete Technik ist daher auch weit von der Sicherheitsstufe eines iPhone X entfernt. Die Entsperrung per Gesicht dauert zudem rund eine Sekunde. Leider kann man dann nicht mehr die Entsperrung per Fingerabdruck nutzen. Beides gleichzeitig ist also nicht möglich. Mit dem Fingerabdruck kann man aber auch das Smartphone steuern. So komme ich problemlos auf den Homescreen zurück, kann Anrufe annehmen oder Fotos machen.

Die Sende- und Empfangsleistung ist auf einem ordentlichen Niveau. Die Datenübertragungsrate im Netz der Telekom und von O2 war auf einem guten Niveau (zwischen 10 und 45 mbit/s), reichte aber nicht an mein Huawei Mate 10 Pro heran. Im WLAN (2.4/5GHz) kam ich auf rund 72 mbit/s. Die Gesprächsqualität war dabei vollkommen ausreichend.

Die Unterstützung für Dual-SIM (auch LTE Band 20) ist nur möglich, wenn man auf die Erweiterung des Speichers per MicroSD verzichtet. Das Doogee Mix 2 bietet auch OTG, so kann man das Smartphone zum Beispiel mit USB-Sticks verbinden oder es als Powerbank nutzen.

Doogee Mix 2 : Android 7.1.1

Im Auslieferungszustand befindet sich Android 7.1.1. auf dem Smartphone. Die vier Ecken hat der Hersteller im Launcher bzw. Menü leicht pixelig abgerundet. Bloatware findet man hingegen keine. Das Betriessytem ist aber mit der potentiellen Spyware ADUPS.FOTA infiziert. Auf dem Smartphone sind die wichtigsten Google Dienste bzw. Apps bereits installiert. Das ist immer schön zu sehen, gehört aber mittlerweile fast zum Standard.

In den Einstellungen findet man zahlreiche zusätzliche Punkte (Gesture motion, one-handed Mode, Fast capture, QRCode Scan) die leider nicht übersetzt wurden. Hier muss man sich also mit Englisch auseinandersetzen. Diese Einstellungen beinhalten leider auch wichtige Punkte wie Screenshots, Doppel-Tap zum Entsperren des Displays und den Einhandmodus. Das Design der Icons wurde etwas aufgehübscht, sieht aber nett und recht bunt aus.

Fazit: Kein schlechter Deal

Insgesamt gefällt mir das knapp 210 Euro teure Doogee Mix 2 gut. Das Gewicht ist allerdings recht hoch und die Rückseite aus Glas ist Geschmackssache. Die Qualität der vier Kameras könnte deutlich besser sein. Die Performance des Helio P25 samt 6 GByte RAM geht in Ordnung und auch die Konnektivität gibt keinen Anlaß zur Klage. Für das gleiche Geld bekomme ich allerdings auch ein Xiaomi MI A1 mit ähnlicher Performance, einer besseren Kamera und Android One. Mehr Details zum Mix 2 entnehmt doch einfach der Facebook-Seite des Herstellers.

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