K8 Round Smartwatch Test: Mit 1.4 Zoll-Display und Android 4.4

5 min


Smartwatches gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Die überwiegende  Zahl basiert auf Android Wear und taugt bestenfalls als Fernbedienung, der Rest teilt sich auf Tizen-OS oder gänzlich unbekannte Betriebssysteme auf. Die K8 Round Smartwatch nutzt hingegen ein vollwertiges Android 4.4 und bietet erstmalig auch ein kreisrundes Display mit 1.4 Zoll und 400 x 400 Pixeln.Smartwatches gibt es mittlerweile von vielen namhaften Herstellern wie LG, Huawei, Motorola, Sony und Samsung. Aber auch von unbekannteren Herstellern schwappen immer mehr (interessante) Modelle zu uns rüber. Da findet man zum Beispiel billige Nachbauten der Apple Watch, aber auch hochwertigere Vertreter wie die WSP 88 Version 2. Letztere kommt aber mit einem eckigem Display. Das will die K8 Round (oder Zealous K18) nun ändern.

Design: Die K8 Round Smartwatch als Uhr

Rein optisch unterscheidet sich die K8 Round Smartwatch eigentlich nicht von einer normalen Uhr. Sie ist natürlich deutlich größer und bietet kein echtes Ziffernblatt. Wer sich so eine Smartwatch zulegt, sollte also nicht ganz so zierliche Handgelenke haben. Ich persönlich bin ein Fan größerer Uhren und mit der K8 Round Smartwatch keinerlei Probleme.

Die Huawei Watch ist mit Abmessungen von 42 x 42 x 11,3 mm auch nicht gerade klein. Die K8 Round besteht aus Metall welches der Hersteller mit schwarzer Farbe beschichtet hat. Bei allzu harten Stößen kann die dann natürlich abblättern. Der Akkudeckel kann über vier Schrauben geöffnet werden und gewährt dann Zugriff auf den Micro-SIM-Schacht. Eine Speichererweiterung der 4 GByte über microSD-Karten ist nicht möglich. Auf der Unterseite befndet sich auch ein Pulsmesser.

Das (nicht wechselbare) Armband besteht aus einer Art Leder (in Krokodiloptik) und dürfte nicht jedermanns Geschmack treffen. Man kann es (leider) nicht selbst wechseln, da sich darin zum Beispiel die GPS/WLAN/GSM-Antenne befindet.

K8 Round Smartwatch: Rundes Displays mit 1.4 Zoll und 400 x 400 Pixel?

Mit der K8 Round stellt ein unbekannter Hersteller nun eine günstige Smartwatch mit einem 1,4 Zoll großen Display samt einer Auflösung von 400 x 400 Pixel vor. Diese Variante hat mich knapp 135 Euro gekostet, im Vergleich zur Huawei Watch ein absolutes Schnäppchen. Das runde Display nutzt die volle Fläche und hat keinen “Flat Tyre” wie beispielsweise die Moto 360 2. Gen. Die maximale Helligkeit geht dabei in Ordnung und kann über den Ein-/Ausschalter in drei Stufen variiert werden. Bei direkter Sonneneinstrahlung könnte es aber etwas eng werden. Dafür entschädigt dann die recht hohe Auflösung, die man sonst nur bei deutlich teureren Vertretern wie der Huawei Watch zu Gesicht bekommt. Ich müßte jetzt allerdings Lügen wenn man mich fragen würde, ob ich einen Unterschied zu den Smartwatches der ersten Generation erkennen würde 😀

Das Display macht – gerade mit selbst gestalteten Watchfaces – aber eine Menge Spaß. Ab Werk gibt es nur eine gute handvoll davon, der eingebaute Launcher sieht aber eine Erweiterung per OTA vor. Im Internet gibt es dazu (auf den XDA-developern) bereits einen entsprechenden thread sowie ein mehr als empfehlenswertes Custom-ROM.

Das Display selbst ist in der Regel deaktiviert, die verschiedenen (virtuellen) Ziffernblätter bekommt man also nur dann zu Gesicht, wenn man die Uhr über den Ein-/Ausschalter aktiviert oder aber über die “Arm-zum-Gesicht-aktiviert-das-Display”-Geste  Das spart dann Strom.

Android 4.4.2: Kleine virtuelle Tastatur und großer Touchscreen

Die K8 Round wird nicht von einem “einfachen” Android Wear, sondern von einem “vollwertigen” Android 4.4.2, angetrieben. Damit sind ab Werk fast alle Apps aus dem Hause Google vorinstalliert. Wem dann noch etwas fehlt, der kann sich die entsprechenden Apps über den Play Store installieren. Dabei bin ich dann eben nicht aus die ziemlich eingeschränkte Auswahl von Android Wear angewiesen. Das Betriebssystem sowie die recht kopiert wirkenden Benutzeroberfläche könnt ihr hier in meinem Videoreview der K8 Round auf YouTube im Einsatz sehen:

Um das Video sehen zu können, musst du erst den YouTube Datenschutzrichtlinien zustimmen. Nachdem du diese akzeptiert hast, kannst du den Inhalt von YouTube aufrufen. Die Angebote von YouTube werden nicht auf mobile-reviews.de gehostet.

YouTube Datenschutzrichtlinien

Wenn Du den Datenschutzrichtlinien zustimmst, wird deine Wahl für die Zukunft gespeichert.

Alle Eingaben (Texte, SMS, E-Mails) erledigt man über den Touchscreen und der virtuellen Tastatur. Hier benötigt man aber – aufgrund des kleinen Displays – zunächst ein wenig Zeit für die Eingewöhnung. Danach klappten die Eingaben aber wirklich gut.

Das Betriebssystem steuert man über die drei Drücker auf der rechten Seite der Smartwatch sowie über den Touchscreen. Dabei hat sich der unbekannte Hersteller stark an den Modellen mit Android Wear orientiert. Der obere der drei Tasten fungiert als Rückschritt-Taste, der mittlere als Ein-/Ausschalter und der untere blendet  kontextsensitive Funktionen der Apps ein. Die Lautstärke kann man nur über Softkeys im entsprechenden Unterpunkt der Uhr verändern. Das ist etwas lästig.

Neben Kalender, Soundrekorder und dem Play Store findet man auch Flappy Birsd als Spiel, einen Schrittzähler sowie einen recht ungenauen Pulsmesser auf der Unterseite der Uhr.. Fans von sportlichen Aktivitäten sollten besser die Runtastic-App aus dem Store nutzen. Dank des eingebauten GPS-Empfängers kann man damit nicht nur seine Schritte zählen, sondern auch die zurückgelegte Entfernung sowie den aktuellen Pace/Geschwindigkeit. Ein großer Vorteil im Vergleich zu den meisten Smartwatches mit Android Wear! Daneben gibt es auch einen Musikplayer für MP3, einen vollwertigen Web-Browser und die für Telefonate unumgänglichen Apps (Kontakte, SMS, Telefon). Eingaben kann man recht komfortabel über die virtuelle Tastatur erledigen. Für längere Texte reicht es dann aber doch nicht 😀

Multimedia & Musik: Videos und MP3 für Leute mit guten Augen und Ohren

Der eingebaute Musikplayer stellt neben dem Tracknamen auch das Cover-Art dar. Wer es etwas komfortabler mag, der kann sich auch Google Play Musik installieren. Die Soundausgabe erfolgt entweder über den eingebauten Lautsprecher auf der Unterseite, oder über ein optionales Bluetooth-Headset. So kann man die K8 Round unterwegs auch als Trainingscomputer mit Musikwiedergabe nutzen. Leider stehen aber nur knapp 1.3 GByte für MP3 zur Verfügung.

Akku & Performance: Na ja, reicht.

Die K8 Round Smartwatch wird über eine magnetische Ladeschale, ähnlich wie bei der LG Watch R aufgeladen. Der Akku der Smartwatch liefert 450 mAh und hält zwischen einem und anderthalb Tagen durch. Wer das Display oft und lange nutzt, der wird aber auch schon  nach rund 4 Stunden nachladen müssen. Der Ladevorgang ist aber nach etwa 30 Minuten bereits beendet.

Bei der K8 kommt die für Smartwatches aus China übliche Dual-Core-CPU vom Typ Mediatek MT6572 mit 1 GHz je Kern sowie auf der Grafikprozessor vom Typ ARM Maili-400 zum Einsatz. Die K8 Round nutzt 512 Megabyte Arbeitsspeicher und erreicht damit im neuen AnTuTu V6-Benchmark 9472 Punkte. Im Geekbench 3 reicht es für 322 Punkte im Single-Core und 584 im Multi-Core.

Die Smartwatch ist natürlich nicht für aktuelle Spiele gedacht und auch bei aufwändigen Webseiten kommt es zu leichten Rucklern. Spiele wie beispielsweise Angry Birds oder Flappy Birds kann man aber auch auf dem Display nutzen. Die Apps und Games werden dabei auf den nur 1.3 GByte großen Speicher verteilt.

Konnektivität: Mit eigener SIM, GPS und WLAN unabhängig

Im Gegensatz zu den einfachen Smartwatches auf Basis von Android Wear – die nur als Fernbedienung des Smartphones herhalten – kann man mit der K8 Round Smartwatch unterwegs auch über WLAN b/g (nur 2.4 GHz) oder UMTS Surfen. Über eine eigene Micro-SIM, Mikrofon und Lautsprecher kann man sogar Telefonieren. Die Datenübertragungsrate ist ok (85 Mbit). Alle Dateien, Bilder und Videos werden entweder über USB oder per Bluetooth 4 vom Mac oder PC übertragen.

Die Sende- und Empfangsleistung der K8 Round ist dabei – je nach Netz – vollkommen ausreichend. Die Gesprächspartner tönen gut hörbar (allerdings für alle in der Umgebung) über den eingebauten Lautsprecher, oder etwas diskreter und weniger auffällig über ein Bluetooth-Headset.

Wer das nicht mag, der kann die K8 Round Smartwatch auch als “Companion” nutzen. Dann werden einfach alle Nachrichten des Smartphones über Bluetooth auf die Uhr übertragen. Die dazu passenden App ist auf der Uhr bereits installiert und steht für Android-Smartphones per Download zur Verfügung. Nutzer von iPhones schauen hier aber in die Röhre.

Fazit: Das schicke Smartphone fürs Handgelenk

Die K8 Round kommt optisch zwar wie eine Kopie der LG Watch R rüber, kann aber mit dem 1.4 Zoll AMOLED mit seinen 400 x 400 Pixel schon fast mehr bieten. Der GPS-Empfänger, die Möglichkeit über WLAN oder UMTS zu Surfen und zu Telefonieren sind weitere Highlights der nur 135 Euro günstigen Smartwatch.

Dank Android 4.4.2 kann man also nicht nur WhatsApp, SMS oder E-Mail beantworten, sondern auch gleich verfassen. Über den Play Store kann ich mir zudem fast jede verfügbare Android-App installieren. In meinen Augen ist die K8 Round bei diesem Preis nahezu unschlagbar.


0 Comments

Cookie Einstellungen

Bitte wähle eine Option. Du findest mehr Informationen über deine Wahl und die Folgen auf der Hilfe-Seite.

Wähle eine Option zum fortfahren

Deine Wahl wurde gespeichert.

Hilfe

Hilfe

Um fort zu fahren musst du eine Wahl treffen. Unterhalb hast du eine Erklärung der unterschiedlichen Optionen.

  • Alle Cookies zulassen:
    Alle Cookies für Tracking und Werbung
  • Keine Tracking Cookies zulassen:
    Nur Cookies die technisch notwendig sind um die Website darzustellen

Um fort zu fahren musst du eine Wahl treffen. Unterhalb hast du eine Erklärung der unterschiedlichen Optionen: Datenschutzerklärung. Impressum

Zurück