LG Watch R im Test: Mit rundem Display am Start

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Android Wear ist auf dem Vormarsch, genauso wie die passenden Smartwatches. Nahezu jeder renommierte Hersteller hat in der Zwischenzeit mindestens ein Modell auf den Markt gebracht. LG stellt nun sogar seine zweite Smartwatch vor. Wie bei der Motorola Moto 360 ist das Display diesmal aber rund, nutzt aber im Gegensatz zur Moto die gesamte Fläche. Kein unschöner schwarzer Rand verunziert den guten Gesamteindruck. Die Smartwatch fungiert im Prinzip wie eine Digitaluhr und wird über Bluetooth (4.0 LE) mit dem Smartphone gekoppelt. So beamt sie die Benachrichtigungen des Smartphones an die Uhr. Zusätzlich bietet sie natürlich auch ein paar Interaktionsmöglichkeiten in Form von Apps. Mein Testgerät kostete 269 Euro und ob es sein Geld wert ist, erfahrt ihr im folgenden Test.

Technik

Um die neue G Watch R einsetzen zu können benötigt man in jedem Fall ein Smartphone auf der Basis von Android 4.2 sowie die passende “Android Wear” App. Mit dieem kleinen Helferlein kann man dann zum Beispiel Watchfaces an die G Watch R senden. Ohne diese App ist die Uhr genauso “dumm” wie meine Rolex und zeigt nur Uhr und Datum an. Der fest eingebaute Akku leistet diesmal 410 mAh, ist damit zwar nur 10 mAh stärker als bei der eckigen Variante,  hält im Dauereinsatz (viele Nachrichten über E-Mail-Push, Facebook, Twitter und Co) aber locker zwei Arbeitstage durch. Die Displayhelligkeit war dabei auf Stufe 2, das Display auf “always on”. Insgesamt bietet die LG G Watch R sechs unterschiedliche Helligkeitsstufen, aber keine Automatik wie die Moto 360. Dafür kann man eben auch die komplette Displayfläche nutzen.

Das Display ist auch ein gutes Stichwort. Es löst mit 320 x 320 Pixel höher auf als bder G Watch, ist mit 1,3 Zoll aber kleiner als bei Motorola (und der G Watch). Dank der IP67 Zertifizierunf ist sie gegen Untertauchen im Wasser (maximal 1 Meter)  und Staub geschützt. Das P-OLED der LG G Watch R ist ab Werk “always on”, also immer eingeschaltet. Man kann dies in den Einstellungen auch ändern. In der Companion-Appe kann man auch auswählen, ob Benachrichtigungen über eingehende E-Mails, SMS oder Anrufe auf dem Smartphone und auf der Uhr oder nur auf der G Watch R signalisiert werden. Im Inneren der neuen Smartwatch werkelt wieder ein 1,2 GHz schneller Snapdragon 400 mit 512 MB RAM. Der interne Speicher beträgt 4 Gbyte, kann aber nicht über Speicherkarten erweitert werden.Dafür kann man sich neuerdings Songs über Google Play auf die Uhr laden und von dort auf einem Bluetooth-Kopfhörer oder Bluetooth-Lauitsprecher ausgeben. So macht der interne Speicher natürlich auch Sinn.

Design

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Mehr Bilder nach dem KlickJa, die neue LG Watch R ähnelt schon auf dem ersten Blick einer normalen Uhr. Aktuell gibt es sie nur in Schwarz mit einem schwarzen Armband. Wenn ich ehrlich bin, dann gefällt mir das Design der Moto 360 optisch besser.  Gewisse Ähnlichkeiten mit einer IceWatch sind nämlich hier vorhanden und auf den ersten Blick sieht die G Watch R aus, als würde sie aus Kunststoff bestehen. Dem ist aber nicht so. Unter der Oberfläche kommt – genau wie bei der Moto 360 – Edelstahl zum Einsatz. Bei der G Watch R wurde er aber mit schwarzem PVC überzogen. Das beugt zumindest unschönen Kratzern im Edelstahl vor.
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Das Armband aus Kalbsleder der G Watch R kann man problemlos selbst wechseln. Das ist auch gut so, denn es fühlt sich ziemlich “steif” an und macht einen “billigen” Eindruck. Aufgeladen wird die LG G Watch R wieder über eine kleine (runde) Ladeschale mit Magneten und Pogo-Pins. Ohne die Ladeschale ist eine Aufladung nicht möglich, als passt bitte gut auf sie auf. Der Ladevorgang gefällt mir bei der Moto 360 mit ihrer drahtlosen Auflademöglichkeit besser. Mit einem potenten Ladegerät dauert die Aufladung übrigens nur etwa eine Dreiviertelstunde. Mit ihren Abmessungen von knapp 46 x 53 mm und einem Gewicht von 61 Gramm gehört sie zu den etwas grösseren Kalibern, ist aber dafür auch sehr leicht.

Funktionen 

20141112_13581020141112_135820Dank des eingebauten Pulsmesser, dem Kompass und dem Barometer kann man die G Watch R aber immerhin als eine Art Fitnesstrainer und Wetterdienst nutzen. Die anderen Einsatzmöglichkeiten sind zwar recht trivial, dafür aber nützlich. Viele Funktionen werden über Google Now ermöglicht. So kann man sich diverse Karten mit unterschiedlichen Informationen anzeigen lassen. Neben dem aktuellen Wetterbericht kann ich zum Beispiel schnell Erinnerungen verfassen, Termine setzen, den Wecker stellen, die eingebauten Apps starten und meine Musikwiedergabe auf dem Smartphone (inklusive Lautstärke) steuern. Wer mag, kann die Uhr auch als Turn-by-Turn.-Navigation am Arm nutzen. Immer voraussgesetzt, man hat sein Smartphone dabei. Einen eigenen GPS-Empfänger bietet die G Watch R nämlich nicht.

Daneben gibt es über eine “Facer” genannte (kostenpflichtige) App zum Beipiel die Möglichkeit, unzählige Watchfaces auf die G Watch R zu übertragen. Wer also schon immer mal eine (virtuelle) Rolex am Arm haben wollte, dem wird hier geholfen 😀

Wer möchte, der kann seine Smartwatch auch über spezielle Sprachkommandos steuern. Über “OK Google, E-Mail an Tante Erika “Komme zum Kuchen”” sende ich so auf Wunsch mal eben eine E-Mail an die liebe Tante. das klappt natürlich nur, wenn man deutlich und nicht zu schnell spricht. Nuscheln ala Tatort-Till” oder Nutzer(innen) aus Bayern und Co könnten da leichte Probleme bekommen. Hat man mehr als einen Kontakt mit dem Namen Erika oder verfügt Erika über mehr als eine E-Mail-Adresse, so muss man dies auf der G Watch ändern. Das funktioniert auch mit SMS oder Anrufen. Aber, wer bitte spricht in der Bahn oder in anderen Verkehrsmitteln schon mit seiner Uhr? Peinlich ist das! Einen guten Eindruck von den Fähigkeiten der LG G Watch R bekommt ihr auch in meinem Videoreview.


Abseits der ganzen Benachrichtigungen bietet Android Wear im Moment nur ein paar nützliche Apps. Im Play Store findet man bereits eine App zur Fußball-WM sowie das beliebte Runkeeper für uns bewegungssüchtige Langläufer. Über das eingebaute Mikrofon kann man auch Anrufe auf der LG G Watch R annehmen.

Fazit

Über die LG G Watch R kann man eine Menge Informationen vom Smartphone-Display auf den Arm umleiten. So spart man Zeit und einige Handbewegungen. Je größer das Smartphone, desto nützlicher finde ich persönlich eine Smartwatch. Seitdem ich die G Watch R habe, bleibt mein Samsung Galaxy Note 4 immer öfter in der Tasche. Beantworten kann man die eigehenden Nachrichten aber leider nicht. Die eingebaute Spracherkennung funktioniert zuverlässig, wirkt auf Dritte aber etwas merkwürdig. Das Design und die Verarbeitung haben mir sehr gut gefallen. Die Akkulaufzeit von zwei vollen Tagen finde ich persönlich ausreichend. Ob einem die LG Watch R aber knapp 270 Euro wert ist, muss jeder selbst entscheiden. Den “Vorgänger” (die LG G Watch) habe ich bereits nach einer Woche wieder abgegeben. Das passiert mit mit der G Watch R nicht 😀 Ich persönlich mag sie sehr und halte sie für die aktuell beste Smartwatch.


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