OnePlus 7T im Test – Bestes Smartphone 2019

7 min


OnePlus folgt seinem halbjährigen Rhythmus und bringt mit dem OnePlus 7T nun das “Update” des normalen OnePlus 7T. Doch für 549 Euro bekommt man diesmal tatsächlich einen Mehrwert. Das AMOLED mit 90 Hz stammt vom OnePlus 7 Pro, der Snapdragon 855+ ist ultraschnell und die drei Kameras auf der Rückseite sind nun kreisförmig angeordnet. Warum sich der Kauf lohnt und das 7T tatsächlich das beste Smartphone 2019 ist, erfahrt ihr in meinem folgenden Review.

OnePlus 7T: Ist ein eigenständiges Design überbewertet?

OnePlus 7T – OnePlus

Das neue OnePlus 7T ist mit 160.94 × 74.44 × 8.13 mm etwas größer, dafür aber schmaler und dünner als das OnePlus 7 (157.7 × 74.8 × 8.2 mm) . Mit seinem Gewicht von nunmehr 190 Gramm ist es zudem 8 Gramm schwere geworden. Spürt man den Unterschied? Nein … Das 6,55 Zoll große AMOLED des Smartphones kommt aufgrund der sehr kleinen Notch im 19.5:9 Format daher. In der kleinen Notch befindet sich übrigens nur eine 16-Megapixel-Frontkamera. Wer mag, kann diese “tropfenförmige” Ausbuchtung übrigens auch wieder komplett “deaktivieren”. Dabei wird die nutzbare Displayfläche natürlich entsprechend verkleinert. Mit einer Auflösung von 2.400 x 1.080 Pixel bricht das Display zwar keine Rekorde, mit seiner Bildwiederholfrequenz von 90 HZ ist es allerdings super flüssig. Dieses Feature teilt es sich nun mit OnePlus 7 Pro. Die mehrfarbige Benachrichtigungs-LED der älteren OnePlus hat man beim OnePlus 7T leider ebenfalls gestrichen.  Die Vorder- und Rückseite des OnePlus 7T bestehen wieder aus Glas. Laut Hersteller handelt es sich dabei sogar um 3D Corning Gorilla Glas. Die Rückseite der beiden Modelle in Glacier Blue / Frosted Silver ist diesmal matt, sozusagen satiniert. Rutschig ist es zwar immer noch, es liegt aber dennoch sehr gut in der Hand. Wem es dann doch zu schnell aus der Hand gleitet, der greift auf die mitgelieferte Schutzhülle (transparent) zurück.

Auf der Rückseite des OnePlus 7T findet man diesmal übrigens eine andere Kameraanordnung. Nicht mehr längs in der Mitte, sondern kreisrund sind die drei Linsen angeordnet. Das Kamerasetup (der “Buckel”) ragt dabei etwa  1 mm aus dem Gehäuse hervor. Dadurch liegt es auf glatten Oberfläche nicht ganz plan auf und kippelt leicht hin und her. Die Vorderseite mit der werksseitig angebrachten Displaschutzfolie ist ziemlich Fingerabdruck- und Staubanfälligkeit. Hier mal die wichtigste Daten der beiden Geräte im direkten Vergleich:

Smartphone: OnePlus 7 OnePlus 7T
Display: 6,41 Zoll 6,55 Zoll
Speicher: 128 /256 GB 128 / 256 GB
Ram: 6/8 GByte 8 GByte
CPU: Snapdragon 855 Snapdragon 855+
Akku: 3700 mAh (5V/4A) 3800 mAh (5V/6A)

Die Vorderseite wird dabei fast vollständig vom T größeren Display eingenommen. Im Inneren werkelt hier der aktuelle Snapdragon 855 Plus mit 8 GByte RAM und 128/256 GByte internen Speicher (UFS 3.0). Das Gehäuse ist zwar nicht offiziell nach einer IP-Norm gegen das Eindringen von Wasser oder Staub zertifiziert, kommt aber laut Hersteller mit leichter Feuchtigkeit (Nieselregen) klar. Die entsprechenden Öffnungen sind dabei mit Gummidichtungen versiegelt. Die Oberseite ziert ein Mikrofon, die Unterseite einer der beiden  Lautsprecher sowie ein weiteres Mikrofon und ein USB-Typ-C-Port auf der Basis von USB 3.1 GEN 1. Leider mußte  die 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse für Kopfhörer auch beim OnePlus 7T weichen.

OnePlus 7T: Mit 6,55-Zoll sind wir dabei

OnePlus_7T_15

Das Display des OnePlus 7T ist mit seinen 6,55 Zoll nochmals größer ausgefallen als beim OnePlus 7. Das Optic AMOLED-Display im 19.5:9-Format löst dabei mit 1.080 x 2.400 Pixel (FHD+) auf und kommt so auf eine Pixeldichte von 402 Pixel pro Zoll. Die Farbtemperatur ist ab Werk ziemlich neutral, kann in den Einstellungen aber angepasst werden. Neben der Farbtemperatur findet man dort auch Einstellungsmöglichkeiten für sRGB, DCI-P3 und den adaptiven Modus. Der Schwarzwert ist dank des OLED  sehr hoch, die Displayhelligkeit kann über DC-Dimming sehr fein geregelt werden. Auch die maximale Helligkeit hat mir gut gefallen. Bei direkter Sonneneinstrahlung leidet die Ablesbarkeit kaum.

Einen Always-On-Modus (AOD) bietet das OnePlus 7T zwar nicht, aber es gibt ein Inaktivitätsdisplay. Nimmt man das Gerät in die Hand oder trifft eine Benachrichtigung ein, dann wird das Display auf Wunsch automatisch aktiviert. So sieht man die Nachricht zusammen mit Uhrzeit. Dieses “Pseudo-AOD” zeigt im Gegensatz zu Huawei aber auch die Icons von Messengern an. Wer mag, kann das Display auch durch zweimaliges Tippen auf den Bildschirm aufwecken. Ein programmierbarer Nachtmodus (Lesemodus) soll für möglichst ermüdungsfreies Lesen sorgen. Dabei reduziert die Hersteller dann den “schädlichen”Blauanteil. Was mir persönlich wirklich gut gefallen hat, die neue Bildwiederholfrequenz von 90 Hz. Die kennt man schon vom OnePlus 7 Pro. Das Display ist damit absolut flüssig, es gibt keinerlei Ruckler. Dank HD10 kann man auch entsprechend vorbereitetes Material damit geniessen. Die 90 Hz kann man zugunsten einer etwas längeren Akkulaufzeit deaktivieren. Aber ehrlich? Das will man gar nicht.

OnePlus 7T: Und die Performance sitzt

Oxygen_OS_07Oxygen_OS_04

Das OnePlus 7T wird von einem Snapdragon 855 Plus angetrieben. Der kommt zum Beispiel auch im ROG Phone 2 zum Einsatz und ist etwa 15% schneller als der Snapdragon 855. Dem SoC des OnePlus 7T stehen 8 GByte RAM zur Seite. Der interne Speicher von 128 bzw. 256 GByte kann leider nicht über MicroSD erweitert werden. Das klappt nur über USB-OTG. Dank USB 3.1 ist der Speicher aber recht schnell mit Daten befüllt. Im aktuellen AnTuTu Benchmark kommt die CPU auf mehr als beeindruckende  460.00 Punkte. Im Geekbench reicht es dabei für 38.39 Punkte im Single-Core und 10.572 im Mult-Core. In Der Praxis rennt das OnePlus 7T wie ein Leopard. Keine Ruckler, keinerlei Macken. Einen Eindruck vom OnePlus 7T bekommt ihr auch in meinem Videoreview auf YouTube:

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Oxygen OS 10: Android 10 auf Speed

Beim Betriebssystem macht der Hersteller keine Kompromisse und setzt direkt auf das brandneue Android 10 inklusive der Sicherheitspatche vom 05 November 2019. OnePlus hat das Stock-Android dabei wieder mit der hauseigenen Benutzeroberfläche bzw. OS-Variante namens Oxygen OS überzogen. Das besagte OxygenOS (zum Testzeitpunkt 10.0.6) bietet optisch zwar kaum Veränderungen, verzichtet aber auf den Google Feed beim Sliden des Homescreens nach rechts. Dort findet man nur die “Shelf” genannte Übersicht, die ich weder sonderlich hilfreich noch nützlich finde. Besser ist da die Möglichkeit,  andere Icons sowie eine komplett schwarze Oberfläche zu aktivieren. Die neue Gestensteuerung des Android 10 ermöglicht eine Bedienung von Android ganz ohne Navigationsleiste. Ist aber längst nicht so intuitiv wie beim Vorgänger. Durch eine einfache Wischgeste von unten nach oben kann ich nun aber zumindest direkt zwischen den zuletzt genutzten Apps hin- und herschalten. Der spezielle Spielemodus versteckt sich immer noch hinter den Menüpunkt “Erweitert” und verhindert beim Zocken unerwünschte Unterbrechungen in Form von Benachrichtigungen. Eingehende Anrufe werden dann direkt über die Freisprecheinrichtung geführt.

OnePlus 7T: Triple-Kamera im Recycling-Modus

OnePlus_7T_11

Bei der Kamera setzt OnePlus auf eine Kombnation aus 48 Megapixel mit einer Pixelgröße von 0,8 µm bzw. 1,6 µm bei 12-Megapixel-Aufnahmen. Letztere ergeben sich, wenn man die mittlerweile zum Standard erhobene Technik namens “Pixel Binning” nutzt. Hierbei werden dann Informationen aus vier Bildpunkten zusammengefasst. Gerade bei schlechten Lichtverhältnissen bekommt man so mehr Details und weniger Rauschen zu Gesicht. Wer mehr Platz benötigt, freut sich über die Ultraweitwinkellinse mit 16 Megapixel, Blende f/2.2 und 117 Grad Sichtfeld. Motive, die weiter weg sind, fängt die Telezoomlinse mit ihren 12 Megapixel, Blende f/2.2 und 1 µm großen Bildpunkten ein. Allerdings nur mit einer 2x optischen Vergrösserung.

KamerasampleOnePlus7T
OnePlus 7T Kamerasamples

Was die Qualität der Aufnahme angeht: bei ausreichend Licht glänzen die Aufnahme auch mit einer schönen Dynamik sowie hohem Kontrast. Auch die Farbdarstellung gab keinen Anlass zur Klage, ist mitunter aber rechts blass. Auffällig ist allerdings die Tatsache, dass die Kameraautomatik die Bilder recht aggressiv schärft. Die 2x Telelinse hat allerdings ziemlich Probleme bei der Bildschärfe, die Aufnahmen werden zudem deutlich heller abgespeichert. Die Qualität der  Superweitwinkelkamera stimmt hingegen wieder. Die Frontkamera mit ihren 16 Megapixel machte ebenfalls einen guten Eindruck, das gilt auch für den Portaitmodus mit seinem künstlichen Bokeh-Effekt.

Die 48-Megapixel-Kamera bietet übrigens auch einen sepziellen Makromodus, den muss man allerdings erst in den Einstellungem manuell aktivieren. Dann kann man bis etwa 5 cm an ein Motiv herangehen. Mein Lenovo Z6 Pro schaltet dabei selber in den passenden Modus und macht definitiv die besseren “Makroaufnahmen”. Der Nachtmodus des OnePlus 7T hat deutlich zugelegt, kommt dabei aber weder an die alten Pixel-Smartphones, noch an das Huawei P30 Pro heran. Videos zeichnet die Kamera übrigens in 4K mit 60 Bildern pro Sekunde auf. Die Bild- und Tonqualität stimmen dabei. Eine Stabilisation gibt es leider nur bis Full-HD und selbst die ist eher suboptimal. Das gilt auch für die Superzeitlupe mit 960 Bildern pro Sekunde, die gibt es nämlich nur in HD.

Die Bildqualität geht also in Ordnung und kann durch die Installation den sogenannten “GCam-Mod” nochmals verbessert werden. Hierbei handelt es sich um eine Kamera-App aus dem hause Google, die in ähnlicher Form dann auch in den Google-Smartphones zum Einsatz kommt. Root oder spezielle Kenntnisse benötigt man dafür nicht.

OnePlus 7T: Akku mit 3.800 mAh, Warpcharge und LTE Cat 16

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Das OnePlus 7T kommt mit der Unterstützung für LTE Cat-16 und allen in Deutschland genutzten LTE-Frequenzen sowie WLAN 802.11 a/b/g/n/ac im 2,4-Gigahertz- und 5-Gigahertz-Bereich mit 2×2 MIMO auf den Markt. Bei der GPS-Standortbestimmung unterstützt das Smartphone sowohl Galileo als auch Glonass und BeiDou. VoLTE und Wifi-Call war bei mit im Netz der Telekom direkt ab Werk aktiviert. Der Dual-SIM-Slot bietet Platz für zwei Nano-SIM-Karten, beide Slots sind so auch gleichzeitig per LTE verbunden. Eine Speichererweiterung per microSD ist nicht möglich.

Die Sprachqualität beim Telefonieren war gut. Die Gesprächspartner klangen klar und deutlich, die Unterdrückung der Nebengeräusche war ebenfalls gut. Der fest eingebaute Akku leistet 3.800 mAh. Aufgeladen wird das Ganze über Warpcharge (30 Watt) in knapp 60 Minuten. Nach rund 30 Minuten an der Steckdose hatte der Akku bereits 60% seiner Kapazität zurück.Die Screen-on-Time (im WLAN) ist mit knapp 9 Stunden besser als beim OnePlus 6. Mit einer Akkuladung kommt man also “locker über den Tag”.  Eine drahtlose Aufladung ist trotz der Glasrückseite nicht möglich, angeblich ist das dem Hersteller noch zu langsam.

Fazit: Bestes Smartphone 2019?

OnePlus_7T_06

Das neue OnePlus 7T läuft mit seiner super schnellen CPU wirklich flüssig. Der Snapdragon 855+ ist der Hammer, das vorinstalierte OxygenOS auf der Basis von Android 10 kommt ohne nennswerte Veränderungen daher. Die Verarbeitung und auch die Farb- und Materialwahl des Smartphones haben mir gut gefallen. Der fest eingebaute Akku mit seinen 3.800 hält locker 1-2 Tage durch und kann per Kabel in rund 60 Minten voll aufgeladen werden. OnePlus nennt das arpcharge, verzichtet aber leider auf die Möglichkeit, sein Schmuckstück darhtlos aufladen zu können. Absolutes Highlight des OenPlus 7T ist aber das 6,55 Zoll große AMOLED. Die Bildwiederholrate von 90Hz ist tatsächlich “Smooth Like Never Before”. Keine Ruckler, keine nervigen “Gummiband-Effekte” trüben den Eindruck. Auch die maximalle Helligkeit, die Farbdarstellung und der Kontrast sind fast optimal. Mit dem aktuell 549 Euro teuren OnePlus 7T macht der Hersteller sein eigenes OnePlus 7 Pro überflüssig und ja, es ist (für mich) das beste Smartphone 2019.

OnePlus 7T

0.00
9.6

Verarbeitung

9.8/10

Display

9.8/10

Performance

10.0/10

Kamera

9.1/10

Ausdauer

9.4/10

Pro

  • 90 Hz Display
  • Performance
  • Akku

Contra

  • Kein kabelloses Laden Speicher nicht erweiterbar keine Audiobuchse Nicht wasser- und staubdicht
  • Kein kabelloses Laden
  • Speicher nicht erweiterbar
  • Nicht wasser- und staubdicht

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