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Sony Smartwatch 3 Test

Mit der Sony Smartwatch3 stellt Sony nun tatsächlich die erste Smartwatch mit Googles Android Wear Betriebssystem vor. Damit trennt sich der Hersteller von seinen eigenen Softwarelösungen, die noch bei den Vorgängern zum Einsatz kamen. Diese Vorgänger der SW3 waren im Vergleich dann doch eher tumbe Digitaluhren. Mit der Smartwatch 3 will Sony aber noch einen Schritt weiter gehen und bietet erstmals einen integrierten GPS-Empfänger an. Damit soll man unterwegs unabhängig(er) von seinem Smartphone werden. In Verbindung mit dem 4 GByte großen, internen Speicher ist das sicher auch der richtige Schritt. So hat man seine Musik nämlich direkt am Mann, oder besser am Arm. Aber wie sich die neue Smartwatch aus dem Hause Sony im Test tatsächlich geschlagen hat, das erfahrt ihr in den nächsten paar Minuten.
 
Design
 

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OK, hier gibt es (leider) nichts neues. Auch Sony stattet seine Smartwatch 3 mit einem eckigen Display aus. So unterscheidet sie sich schon optisch sehr deutlich von der Moto 360 oder eben der LG G Watch R. Das Design selber kann man durchaus als “aufgeräumt” bezeichnen, schnörkellos auf Funktion getrimmt. Eigentlich ähnelt die Smartwatch 3 mehr einem Fitness-Computer als einer Uhr. Das mag auch an der Tatsache liegen, dass die kleine Smartwatch nach IP68 vor dem Eindringen von Staub und Wasser geschützt ist. Spätestens wenn man dann auch noch bemerkt, das man das Gehäuse, also den “Kern” der Uhr, vom Armband trennen kann, ist die Illusion einer Uhr dahin.

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Wenn das Design optisch auch Geschmackssache ist, technisch betrachtet ist es super praktisch. So kann man fix das ganze Gedöns in ein neues Armband verfrachten. Anders geht es bei der Smartwatch 3 allerdings auch nicht. Ab Werk bekommt man aktuell entweder ein weißes Armband oder eben das kleine Schwarze. Andere Farben sollen dann später folgen und etwa 20 Euro in Anspruch nehmen.

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Das weiche Silikonarmband ist recht dick und zieht Flusen und Staub wie ein Magnet an.Der Verschluss auf der Unterseite – die sogenannte Schließe – ist aus poliertem Metall gefertigt. Sie sieht schick aus und man kann das Armband so auch sehr schnell auf seine persönlichen Bedürfnisse anpassen. Leider schwitzt man darunter unter Umständen auch leichter als bei einem Armband aus Leder. In meinen Augen passt das sportliche Äußere der Smartwatch 3 nicht unbedingt zu einem Anzug. Zu einem Hemd mit Jeans ist sie aber kein Problem. Aber Stil & Formen sind bekanntlich Geschmacks- oder eben Glückssache.

Unboxing

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In der schönen Vertpackung aus transparentem Kunststoff findet man neben der Smartwatch 3 nur noch ein paar Anleitungen sowie ein sehr, sehr kurzes Ladekabel. Super unpraktisch ist es. Hier mein kleines Unboxing und Hands-on im Vergleich mit der LG G Watch R.

Display

Das Displayglas selber ist leicht gebogen und macht einen stabilen Eindruck. Sony setzt hier nicht auf ein AMOLED, sondern auf einen 1,6-Zoll Zoll großen, mit 320 x320 Pixel auflösenden, transflektiven LCD-Bildschirm. Das spart Energie und soll in der Sonne noch besser ablesbar sein. Nun ja, im Modus “Always on” erkennt man die Vorteile sofort, während man bei direkter Sonneneinstrahlung immerhin aus 5 unterschiedlichen Helligkeitsstufen wählen kann. Die eingebaute Automatik steht einem dabei hilfreich zur Seite. Das Display hat mir soweit gut gefallen, auch wenn es einen in meinen Augen deutlich sichtbaren Gelbstich aufweist. Ich persönlich finde das AMOLED meiner LG G Watch R klarer und deutlich angenehmer anzuschauen. Das ist aber sicher reine Gewöhnung und fällt nur im direkten Vergleich auf.

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Dank des integrierten, knapp 4 GByte großen Speichers der Smartwatch 3, kann man seine Songs auch bequem Offline anhören. Dazu werden die Tracks vorher über Google Play direkt in der Smartwatch abgelegt. Anhören kann man die Songs allerdings nur über einen Bluetooth-Kopfhörer oder eben Bluetooth-Lautsprecher. Die Smartwatch 3 aus dem Hause Sony bringt ab Werk aber auch einen eigenen GPS-Empfänger mit. Ansonsten unterscheidet sich das hier genutzte  Android Wear antürlich nicht von den Modellen der Konkurrenz. Über die ausgefeilte Sprachsteuerung und das eingebaute Mikrofon kann ich die Uhr auch in lauteren Umgebungen problemlos steuern. Auf Wunsch kann ich sogar Gespräche annehmen. Das wirkt in der Öffentlichkeit aber immer noch etwas “gewöhnungsbedürftig”. Auch die beliebten virtuellenZifferblättersind wieder mit von der Partie. Über zusätzliche Apps (z.B. Facer aus dem Google Play Store) kann ich diese sogar auf meinen persönlichen Geschmack anpassen.

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Der 1,2 GHz schnelle Quad-Core-Prozessor (Snapdragon 400) greift – wie bei der Konkurrenz – wieder auf 512 MB RAMzurück und sorgt für ausreichende Leistungsreserven. Viel hat die Uhr aktuell ja eh nicht zu tun. Ein paar Nachrichten aus den gängigen sozialen Netzwerken, ein paar E-Mails oder SMS auf den Arm beamen und die Ziffernblätter ruckelfrei am Laufen halten. Dazu reicht die Leistung der CPU vollkommen aus. Im Gegensatz zur Konkurrenz kann man die Smartwatch 3 nicht nur über Bluetooth 4, sondern auch über NFC mit seinem Smartphone koppeln. Erstaunlicherweise fehlt bei der Smartwtach 3 aber ein Herzfrequenz-Sensor. Da scheint den Designern von Sony wohl der Platz im Gehäuse ausgegangen zu sein.
 
GPS-Empfänger
 
Neben der IP68-Zertifizierung ist der eingebaute GPS-Empfänger das Hightlight der knapp 230 Euro teuren Smartwatch. Rein technisch funktioniert der Empfang gut. Über die passende App kann ich also morgens theoretisch meine Runden drehen und die Daten dann bequem zuhause mit meinem PC (oder Smartphone) synchronisieren. Das Smartphone kann dabei in der Schublade bleiben. Soviel zur Theorie.

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In der Praxis gibt es aktuell leider nur eine einzige App, die den eingebauten GPS-Empfänger der Smartwatch 3 auch unterstützt und die kommt natürlich aus dem Hause Google. Die Google eigene Appnamens “My Tracks”protokolliert meine Läufe und signalisiert den Einsatz durch einpassendes GPS-Symbol amoberen Rand des Bildschirms.

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Meine beiden Lieblings-Apps “RunKeeper” und “Endomondo” funktionieren (noch) nicht. Eigentlich funktioniert momentan auch keine andereFitness-App mit dem GPS-Empfänger zusammen. Ein (weiterer) großer Nachteil des eingebauten GPS-Empfängers ist die Tatsache, dass der 420 mAh starke Akku damit ordentlich zu kämpfen hat. Während eines knapp 45-minütigen Laufs hat die Akkukapazität um etwa 25% abgenommen!

Akkuleistung

An sich würde der 420 mAh starke Akku, der sogar noch etwas stärker ist als in der LG G Watch R, locker zwei Tage durchhalten und damit Sonys eigene Aussage zur Laufzeit bestätigen. Das ist aber eben nur dann der Fall, wenn man das integrierte GPS nicht nutzt. Bei aktiviertem GPS ist nach knapp 3 1/2 Stunden bereits der Weg zur Steckdose angesagt. Das dürfte nur für wirklich ambitionierte Marathon-Läufer ausreichen. Da lag ich dann doch knapp drüber (3:36 Stunden). Immerhin benötigt man für die Aufladung keine eigene Docking-Station. Man stöpselt dazu einfach das mitgelieferte USB-Kabel in die metallene Rückseite sein. Eine etwas ungünstig positionierte Abdeckung aus Kunststoff verhindert aber das schnelle Einstöpseln. Eine ziemlich fummelige Angelegenheit. Über ein entsprechend starkes Ladegerät (gehört nicht zum Lieferumfang) kann man die Uhr in etwa 1 1/2 Stunden aufladen. Einen guten Eindruck bekommt ihr hier in meinem Videoreveview:

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Fazit

Die Verarbeitung der Smartwatch 3 von Sony ist gut, die Lösung mit dem wechselbaren “Kern” ansich keine schlechte Idee. So kann man problemlos das ganze Armband austauschen, ist aber auf das Wohl und Wehe von Sony oder Drittanbietern angewiesen.  Rein optisch ist die Smartwatch 3 in meinen Augen Geschmackssache und wird so sicher nicht jedermanns Geschmäckle treffen. Immerhin wirkt sie nicht so “männlich” wie die Moto 360 oder G Watch R. Ich bin aber ehrlich, mir gefällt das Design der LG G Watch R trotzdem besser. Dank des eingebaute GPS-Empfängers kann man die Sony Smartwatch 3 aber auch völlig autark vom Smartphone als Fitness-Computer nutzen. Als Navigationshilfe funktioniert das leider nicht, denn es fehlt das passende Kartenmaterial im internen Speicher. Die 4 GByte sind aktuell nur für die Übertragung Musik vorgesehen. Das klappt zudem nur per Bluetooth-Zubehör.

Der GPS-Empfang geht wenig überraschend stark zu Lasten der 420 mAh starken Batterie. Damit verspielt die Smartwatch 3 ihre Vorteile. Was bleibt ist die IP68-Zertifizierung und NFC. Einen Pulssensor hat sie nicht zu bieten. Rein softwareseitig unterscheidet sie sich nicht von der aktuellen Konkurrenz aus dem Hause Motorola oder LG. Bleibt das GPS deaktiviert, dann kommt man auch problemlos zwei Tage ohne Steckdoese aus. Wie bei der ähnlich teuren, aber deutlich schöneren LG G Watch R 😀

Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar "Musik", aber die meisten anderen bezeichnen es als "Krach". Abonniere doch einfach den RSS-Feed und folge mir auf Facebook, Google+ und Twitter. Wenn du Fragen oder Anregungen zum Thema Smartphones hast, dann schreib mir eine Nachricht.

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