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Wiko Bloom Test

Wiko ist auf dem Weg, die etablierten Hersteller ordentlich ins Schwitzen zu bringen.  Der französische Hersteller bringt nämlich ein Smartphone nach dem anderen aus den Markt, wobei sich einige Modelle nur wenig voneinander unterscheiden. So könnte man glauben mit dem neuen Wiko Bloom eine verkleinerte Version des Wiko Rainbow vor sich zu haben. Optisch ähnelt das knapp 139 x 72 x 9,35 mm große und 145 Gramm schwere Bloom nämlich sehr dem größeren “Bruder”. Mit einem Preis von nur knapp 130 Euro ist es aber ein Stück weit günstiger und vor allen Dingen kleiner. Zudem wird es – im Gegensatz zum Rainbow – nun endlich mit Android 4.4.2 (Kitkat) betrieben. Bei Smartphones auf der Basis von MediaTek-Chipsätzen ist das noch ein absolutes Novum. Das Bloom setzt übrigens auf ein Gespann von Quad-Core-CPU (MediaTek MT6582 mit 1.3 GHz) sowie 1 GByte Arbeitsspeicher. Die gleiche Kombination kommt auch beim Rainbow zum Einsatz. Im Gegensatz dazu löst die Kamera auf der Rückseite aber nur mit 5 Megapixel (statt 8 Megapixel) auf und das Display liefert bei 4,7 Zoll nur eine Auflösung von 480 x 800 Pixel (Rainbow: 720 x 1.280 Pixel). Beide Modelle sind aber wieder in vielen unterschiedlichen Farben erhältlich. So hat man die Qual der Wahl zwischen Schwarz, Weiß, Koralle, Türkis, Pink, Lila und Neongelb.  Und auch das Bloom unterstützt wieder den Betrieb von zwei SIM-Karten gleichzeitig (Dual SIM). Ihr wollt mehr Infos? Dann lest doch einfach weiter.

Design

Wiko Bloom im Test von mobile-reviews.de

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Optisch könnte man aber auch meinen, ein Lumia 630 vor sich zu haben. Auch preislich unterscheiden sich bei beiden Kontrahenten nicht wirklich voneinander. Damit dürfte auch die Zielgruppe schnell definiert sein: Junge Menschen, die mehr Wert auf Optik legen als auf technische Höchsleistungen. Und da darf das neue Smartphone dann ruhig auch mal taschengeldkompatibel sein.

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Aber zurück zum Wiko Bloom. Den Akkudeckel kann man leicht entfernen. Dann bekommt man Zugriff auf den wechselbaren Akku, die beiden SIM-Karten (Mini-SIM und Micro-SIM) und den MicroSD-Einschub. Der Ein- /Ausschalter befindet sich beim Bloom auf der rechten Seite, direkt unterhalb des Lautstärkereglers. Die beiden Drücker kann man gut ertasten. Auf der Oberseite stöpselt man die Kopfhörer ein und auch und das Lade-/ Datenkabel findet hier Anschluss. Auf der Unterseite? Tja, da befindet sich nur ncoh das Mikrofon. Der Lautsprecher ist nämlich wieder auf der Rückseite zu finden. Bedienen kann man das Wiko Bloom über die virtuelle Tastatur mit ihren großen Drückern sowie drei Sensortasten, die die Designer wieder unter dem Display positioniert haben.

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Das Bloom ist mit Abmessungen von 139 x 72 x 9,35 mm und einem Gewicht von 145 Gramm kleiner und leichter als das Rainbow. Die Verarbeitung ist gut, lediglich der Akkudeckel sitzt nicht überall gleich eng an. Dafür bietet das Wiko Bloom keine unterschiedlichen Spaltmaße und auch der Akkudeckel selbst knarzt nicht unter Druck.

Austattung/Technik

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Das Bloom wird in einer bunten Verpackung ausgeliefert die – wie beim Rainbow – wieder aus Karton besteht. Das erfreut die Umwelt, ist vermutlich kostengünstiger und sieht auch noch gut aus. Im schmucken Karton findet man das Smartphone, ein Lade-/Datenkabel sowie ein einfaches Headset und eine gedruckte, sehr ausführliche Anleitung. Auch die Adapter für die unterschiedlichen SIM-Formate hat Wiko Mobile wieder mit beigepackt. Die Rückseite meines türkisfarbenen Testgeräts ziert eine 5-Megapixel-Kamera samt LED und HDR-Support. Auf der Vorderseite befindet sich die 2-Megapixel-Kamera für Videotelefonie, Selfies und Wefies. Unterwegs ist man über HSPA+ und WLAN b/g/n online. LTE wird leider nicht unterstützt und auch NFC bietet das Bloom in dieser Preisklasse nicht an. Der Akku liefert 2.000 mAh und kann selbst ausgewechselt werden. Der interne Speicher wurde aus Kostengründen (Abgaben) auf 4 GByte limitiert, kann aber mit microSD-Karten um bis zu 64 GByte erweitert werden. Sofern man seine Speicherkarte mit FAT32 formatiert.

Trotz der verwendeten Quad-Core-CPU mit 1.3 GHz (MT 6582) aus dem Hause MediaTek wird das Wiko Bloom mit Android 4.4.2 betrieben. Den Prozessor kennt man übrigens schon vom Darkmoon oder Rainbow.

Display

Das 4,7-Zoll große Display des Bloom löst leider nur mit 480 x 800 Pixel (199 ppi) auf und wird nicht von Corning Gorilla Glas geschützt. Der Bildschirminhalt wird mit leichten Abstrichen gut lesbar abgebildet. Bei Texte mit kleineren Schriften ist aber ein Treppeneffekt erkennbar. Errst ab etwa 300 ppi ist das menschliche Auge physikalisch dazu nicht mehr in der Lage. Die maximale Helligkeit ist in meinen Augen gerade noch ausreichend und auch bei direkter Sonneinstrahlung mithalten zu können, die Farben wirken dann aber etwas blass. Für diese Preisklasse geht die Qualität des Displays meiner meinung nach aber noch in Ordnung. Wer sich gerne umfangreichere Webseiten in höherer Auflösung von unterwegs ansehen möchte, ist mit dem Bloom aber eher schlecht beraten.

Kamera

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Die Kamera auf der Rückseite löst mit 5 Megapixel und bietet eine kleine LED. Bei ausreichend Licht bekommt man eine befriedigende Aufnahmequalität hin. Bei einsetzender Dunkelheit oder in Räumen kann man Motive zwar mit dem LED-Blitz aufhellen, dieser reicht aber nur knapp 1 Meter weit. Zudem bilden sich dann schnell unschöne Artefakte. Da die Kamera nur mit 5 Megapixel auflöst gehen auch einige Details verloren. Sie ist daher keine Konkurrenz für moderne Digitalkameras. Der Autofokusm braucht etwa 1 Sekunde um das Motiv zu fokussieren. Die Kamera-App bietet eine Gesichtserkennung, Smile Shot, Magic Camera (Cinemagraph, Magischer Radierer) und einen HDR-Modus. Aufnahmen kann man zudem mit Effekten (Mono, Sepia, Negativ, Aqua, Relief weiß und Relief schwarz) aufpeppen. Wichtig ist an dieser Stelle die Möglichkeit zum manuellen Weißabgleich (Automatisch, Tageslicht, Bewölkt, Glühlampenlicht, Neonlicht, Dämmerung), denn die Automatik kann da schonmal daneben liegen. Videos zeichnet das Bloom übrigens in Full-HD (1080p) auf. Einen elektronischen Bildstabilisator für wackelfreie Aufnahmen findet man beim Bloom nicht. Der Ton in den Aufnahmen klingt in meinen Ohren etwas zu dumpf.

Akku & Konnektivität

Über HSPA+ konnte ich unterwegs mit bis zu 42 Megabit pro Sekunde im Downstream und etwa 5,76 Megabit pro Sekunde im Upstream surfen. Der Datenturbo LTE wird leider nicht unterstützt und auch NFC bietet das Wiko Bloom nicht an. Das WLAN-Modul unterstützt 802.11 b/g/n, verweigerte im Test aber seinen Dienst im immer beliebteren 5 GHz-Band. Die Datenübertragungsrate fiel mit knapp 65 Mbit recht gut aus. Daten und Medien werden per Bluetooth 4.0 und USB ausgetauscht. Eine Anbindung an meinen Mac klappte per Datenkabel über die App “Android File Transfer” oder über WLAN mit Hilfe von “Airdroid”.

Auch beim Bloom konnte ich wieder zwei SIM-Karten gleichzeitig einsetzen. Dazu kann man in den SIM-Kartenverwaltung die einzelnen Karten (de)aktivieren und Sprachanrufe und Datenverbindungen der jeweiligen SIM zuordnen. Wählt man eine Nummer, dann fragt das Bloom welche der beiden SIM man einsetzen möchte. HSPA+ wird aber immer nur von einer der beiden SIMs gleichzeitig unterstützt. Die andere Karte bucht sich dann (nur) über GSM/GPRS ein und ist während eines Anrufs nicht erreichbar (Standby). Die schnelle HSPA-Verbindung kann man aber jederzeit auf die andere SIM umstellen. Die jeweiligen Kontakte werden im Telefonbuch farblich unterschiedlich gekennzeichnet.  Im Test war eine Einrichtung meines E-Mail-Postfachs bei gleichzeitig aktiviertem WLAN und GSM nicht möglich. Das ist für Smartphones aus Asien (zumindest bei meinem Router von der Telekom) leider fast immer der Fall.

Der französische Hersteller Wiko Mobile hat dem Wiko wieder einen 2.000 mAh starken Akku spendiert. Damit kam ich im Test locker einen ganzen Arbeitstag hin. Wer nur eine der beiden SIM-Steckplätz belegt, der schafft auch anderthalb oder zwei Arbeitstage. Wer allerdings ohne Pause Videos in maximaler Helligkeit abspielt, der wird sich schon nach etwa 6 Stunden eine Steckdose suchen müssen. Die Sprachqualität des Bloom war bei beiden SIM-Karten (je nach Netzqualität) völlig ausreichend. Der Gesprächspartner tönt klar und deutlich aus dem Hörer. Leider ist der Lautsprecher in meinen Ohren etwas zu leise, die eingebaute Freisprecheinrichtung erfüllt damit nur bedingt ihren Zweck. Der Lautsprecher befindet sich auf der Rückseite des Bloom. Legt man sein Smartphone auf eine ebene Fläche ab, dann sorgt eine kleine “Nase” dafür, dass man das Telefon (und den Musikplayer) trotzdem noch hört.

Benchmarks


Der QuadCore-Chipsatz aus dem Hause MediaTek wird – wie beim Rainbow – mit 1.3 GHz betrieben. So kommt das Bloom im AnTuTu X-Benchmark – wenig überraschend – auch nur auf etwa 18.004 Punkte und liegt natürlich hinter den aktuellen Topmodellen zurück. Während des Tests zeigte das Smartphone aber keinerlei Ruckler in der schnörkellosen Benutzeroberfläche, die sich sehr nahe am Stock-Android orientiert. Bei aktuellen Top-Spielen wie beispielsweise GTA: San Andreas oder Asphalt 8: Airborne wird das Gerät aber deutlich wärmer.

In einigen Spielen (Tank Battle) hatte ich vermehrt Abstürze zu beklagen. Ob das an der warmen CPU liegt, kann ich aber nicht sagen. GTA läuft übrigens offiziell nicht auf dem Wiko. Installiert man sich die passende APK aus alternativen Quellen, dann funktioniert das aufwändige Spiele aber auch auf dem kleinen Bloom. Die maximale Detailstufe sollte man in solchen Spielen aber grundsätzlich nicht aktivieren. Einfachere Spiele vom Schlage eines Tempel Run 2 machen aber auch auf dem Bloom eine Menge Spaß.

Android/Benutzeroberfläche

Das Userinterface kommt völlig ohne grafischen Schnickschnack aus. Wiko Mobile verzichtet beim Bloom löblicherweise auf Bloatware oder sinnlose Spiele. Ab Werk findet man neben den Apps aus dem Hause Google noch einen Dateimanager, eine Notizen-App, die bereits vom Rainbow bekannte TouchPal-Tastatur und einen Virenscanner.


Der Musikplayer bietet die von Google bekannten Equalizer-Presets. Der Sound ist aber trotzdem eher Mittelmaß. Der Videoplayer spielt die üblichen Formate auch im Querformat ab.

Fazit

Das Wiko Bloom ist ein einfaches Smartphone mit einem auffälligen Gewand. Das 4,7-Zoll große Display mit seiner WVGA-Auflösung ist in dieser Preisklasse sicher öfter anzutreffen. Im Gegensatz zur “direkten Konkurrenz” in Form des Motorola Moto E oder Nokia Lumia 630 kann man beim Bloom aber zwei SIM-Karten (Dual-SIM) gleichzeitig nutzen. Die Leistung der QuadCore-CPU aus dem Hause MediaTek ist für aktuellere Spiele, wie zum Beispiel Asphalt 8 oder Modern Combat 4 noch gerade so ausreichend. Erfreulich ist die Tatsache, dass das Wiko Bloom nun endlich mit Android 4.4.2 Kitakt betrieben wird. So ist auch der Einsatz der neuen Smartwatches auf der Basis von Android Wear möglich. Mehr Infos findet ihr auch auf der Webseite des Herstellers sowie auf der Facebook-Seite von Wiko Mobile. Dort findet ihr übrigens auch ein Gewinnspiel zum neuen Wiko Bloom. Wer mobile-reviews.de unterstützen will, kauft es bei Amazon.

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Der Author Dirk

Ich beschäftigte mich sich seit 1996 mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und anderen Gadgets. In meiner knappen Freizeit quäle ich gerne meine Frau, Nachbarn und Freunde mit meinen E-Gitarren. Ich nenne es zwar "Musik", aber die meisten anderen bezeichnen es als "Krach". Abonniere doch einfach den RSS-Feed und folge mir auf Facebook, Google+ und Twitter. Wenn du Fragen oder Anregungen zum Thema Smartphones hast, dann schreib mir eine Nachricht.

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